Running up that hill….. (Blast Zone)

Sonntag, 21. August

auf meinem Weg zum heutigen Ziel kam ich erneut sehr dicht am Mount Rainier vorbei – irgend jemand muss den sehr mögen, denn rund herum gibt es viele ausgeschilderte View Points…

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…mein Ziel lag aber heute dahinter und ist fast 2000 Meter kleiner:

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…der Krater des 1980 explodierten Mount St. Helens. Nach einer Serie von Erdbeben rutschte am 18. May 1980 der gesamte Nordhang, inklusive des oberen 400 Meter Gletschers ab, nach wenigen Minuten gefolgt von einer Explosion als der Druck aus dem Inneren plötzlich nicht mehr von den Gesteinsschichten zurückgehalten wurde. Ein Fotograf nahm das ganze mehr zufällig auf, bevor er vor der herannahenden Aschewolke um sein Leben rannte und fuhr….

imageimageDie Vegetation beginnt sich langsam zu erholen – wobei einige Gegenden durch Zufall einen Vorsprung haben. Durch den kalten Winter waren große Bereiche von Schnee und Eisbedeckt, so dass die Aschewolke und die Explosion nicht alles zerfetzte – nach der Schneeschmelze konnten diese Gebiete, wie der nachfolgende See – sich schneller erholen.

image imageAndere Gebiete, wie der Spirit Lake, änderten sich grundlegend. Der Spirit Lake war vor der Explosion ein beliebtes Ausflugsziel mit vielen Camping und Unterhaltungsangeboten. Bei der Explosion rutschte der Hauptteil des Nordhanges in diesen See, hob damit den Wasserspiegel um mehr als 60 Meter an und begrub alles am vorherigen Ufer dauerhaft unter sich. Da hier auch die Hauptlast der Asche und des Lavaauswurfs herunter kamen, war der See nach dem Ausbruch biologisch tot – erholte sich jedoch auf unerklärliche Weise nach nur 3 Jahren ohne fremde Hilfe wieder.
In dem See gibt es riesige Felder an Treibholz jener Bäume, die die Explosion von den umliegenden Hängen gerissen hat….

image imageVon den Seitenhängen des Mount St. Helens kann man neben dem Mount Rainier 2 weitere derzeit passive Vulkankegel der Kaskadenkette erkennen – den Mount Adams und den Mount Hood, nachfolgend mit ihren vulkanischen Vergangenheiten und der Zukunftsprognose aufgelistet:

image image image image image imageDie beste Sicht in den Krater und die Slide-Area bekommt man, wenn man von der Windy Ridge die 368 Stufen zu einem (zugigen) Aussichtskamm hoch klettert….

imageAn dem Hügelkamm hinter dem Spirit Lake kann man sehr gut sehen, wie weit sich die Geröll-Lawine von links kommend den Hang hoch geschoben hatte, denn bis dahin wurde sämtliche Vegetation vernichtet und mit dem Mutterboden in den See herunter gerissen.image

Die Fläche links davon ist die Slide-Area, wo auch in folgenden Ausbrüchen Lavaströme und Lava-Eis-Mischungen sich Richtung See schoben. Direkt vor dem Hügelkamm sieht man eine Reihe von kleineren Hügeln – das sind die Reste der abgesprengten Bergkuppel, die dort eingeschlagen sind.

image imageInteressant auch der Bergkamm im Vordergrund – seine Nordseite konnte von der Explosion nicht erreicht werden, weshalb hier die Vegetation nicht weggerissen, sondern nur von der Asche begraben wurde – diese Nordhänge haben sich inzwischen regeneriert und sind daher wieder komplett bewachsen.

image…jetzt aber nichts wie raus aus den doch recht starken Winden hier oben und all die Stufen zurück zum Auto….

image imageAus der Entfernung noch ein letzter Blick aus südlicher Richtung auf den Krater – man kann sich gut vorstellen, wie er mit der vorherigen Bergkuppe ausgesehen haben muss….

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Auf dem Weg aus den Bergen ein kleines Foto einer typischen Straße in einer amerikanischen Kleinstadt – man achte auf die Beflaggung. Ich versuche gar nicht erst mir auszumalen, was eine vergleichbare Beflaggung in Deutschland auslösen würde… 😀

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Bei meiner Suche nach einem Übernachtungsziel sah ich dann in der Karte einen Hinweis auf die Multnomah Falls – hey, nix wie hin.

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Nicht auf großen Tafeln verzeichnet – und daher von fast allen übersehen – liegen daneben die noch viel schöneren Wahkeena Falls. Was am Anfang langweilig aussieht…

image image…kommt nach ein wenig Kletterei viel eindrucksvoller daher:

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Auf dem Weg in die untergehende Sonne noch ein kleiner Blick auf den Columbia River, der mich schon bei meinem Start in Richtung Yellowstone Nationalpark begleitet und dessen Ursprünge in Kanada liegen, der über 480 Kilometer die Grenze zwischen Oregon und Washington bildet. Zusammen mit seinem Nebenfluss, dem Snake River, haben mich beide quer durch Idaho und Montana begleitet und liefen einem ständig über den Weg….

image imageDer Columbia River ist einer der wasserreichsten Flüsse Nordamerikas…

 

Tagesroute (klicken für Google Maps):

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