Sea!!!! Hawks!!!!

Sonntag, 14.10.2018

Wetter: Schauer
Temperatur: 14 Grad

Für den Londoner an sich also nix besonderes.

Die Nacht war unruhig – ich bin es nicht gewohnt, in einem 90cm breiten Bett zu schlafen, auch die Länge von 180cm hilft mir nicht wirklich zur Entspannung. Zusätzlich wackelte das Bett – ein Boxspring – bei jedem Lagewechsel bedenklich, da die Matratzen recht weich waren.

Zum aufwachen konnte man sich einen löslichen Kaffee machen oder einen Beutel Tee in warmes Wasser tauchen – ich blieb da mehr bei gut gekühltem Wasser ohne Geschmack.

Der Regen verhagelte uns die Tagesplanung ein wenig. Das Spiel ging um 18:00 Uhr los – was tun bis dahin? Egal, wir wollten raus und was sehen. Plan: Viele Londoner Museen sind kostenlos. Und in der Nähe des Hyde Park liegt das Science Museum. Nur blöd, dass an dem Sonntag Morgen auch ein Marathon in London gelaufen wurde – und damit weite Strecken im Hyde Park und um den Buckingham Palast abgesperrt waren.

Egal, wir wollten es dennoch versuchen – und sei es nur am Rande des Parks lang zu laufen.

Ab zur U-Bahn, Adrenalin und Vorfreude ließen mich schnell den Schmerz der Blase vergessen…..

Mit der Central Line zum Notting Hill Gate, von dort zu Fuß zum Hyde Park und durch die Kensington Gardens – soweit frei – zum Kensington Palace.

Weiter entlang am äußeren Weg bis zum Albert Memorial.

…und von dort zum Science Museum. Pünktlich zur Öffnungszeit um 10:00 Uhr waren wir da – wie hunderte andere Menschen auch. Komisch – hatten wohl viele eine ähnliche Idee.

Da es inzwischen aufgehört hatte zu regnen, beschlossen wir ne Wanderung am Buckingham Palace entlang zum Trafalgar Square zu machen und dort – weil es wieder anfing zu regnen, ordentlich zu frühstücken.

Von dort aus wanderten wir zum Westminster Pier und nahmen den River Bus zur Tower Bridge. Pro-Tipp: Nur weil man den River Bus mit der Oyster Card bezahlen kann wie die U-Bahn, wird das Boot doch separat berechnet und ist nicht im Tageshöchstpreis mit drin. Aber die £ 6,50 war es wert…

Von der Tower Bridge ging es dann mit der Tube zurück zu unserem AirBNB um die Tickets zu holen und dann ab zum Wembley-Stadion.

Überall in der Stadt waren bereits viele Seahawkers unterwegs, aber in der U-Bahn-Linie Richtung Stadion wurde es dann sehr kuschelig. Obwohl das Spiel als Heimspiel für die Oakland Raiders deklariert war, hatten die Seahawks 12 die absolute Mehrheit.

Von der U-Bahn-Station aus ging es dann auf direktem Weg ins Stadion in Sichtweite.  Wer aber – wie in Deutschland – Getränkebuden und Fast-Food-Stände am Weg erwartete, der sah sich getäuscht. Nichts! Nur ein wenig NFL-Merchandising, das wars.
Kurz vor dem Gelände dann ein kleiner Supermarkt, der regelrecht gestürmt wurde um Getränke zu kaufen. Neben dem Stadion gab es eine Tailgate Zone mit Buden, aber Einlass nur mit Schlange stehen – das schenkten wir uns.

 

Nach knapp 45 Minuten Schlange stehen waren wir dann im Stadion – inklusive Gang durch Metalldetektoren. Die Aufgänge im Stadion – über 4 Ebenen – mit Rolltreppen!!! Welch ein Luxus im Vergleich zu deutschen Stadien!

Und dann waren wir drin! Wembley. Heiliger Rasen. Recht gute Plätze – und an jedem Sitz ein Becherhalter! So wünsche ich mir das in meinem Fußballstadion…..

Der Rest ist schnell erzählt.

Aufwärmprogramm, bei jedem EInlauf der Seahawks Gejohle und Pfiffe bei den Raiders.

Hymne der USA und irgendeine Queen sollte von Gott rasiert werden….

Die Seahawks nahmen auf uns Rücksicht und machten die schönsten Spielzüge in Richtung unserer Sitzplätze.

0:17 zur Pause und fast keine Gegenwehr von den Raiders…..

Zur Halbzeit gab es dann ne Pommes mit ner ekelhaften lauwarmen Brühwurst.. (örks) – andere leisteten sich für £ 17,50 etwas das Aussah wie eine Mischung zwischen Schnitzel und Frikadelle, auf einer hohen Waffel liegend in Sauce ertränkt…. Da zieh ich doch die Stadionwurst in Hamburg allemal vor….

Die zweite Hälfte war nahe an langweilig, weil weiterhin jede Gegenwehr fehlte – und so gewannen die Hawks am Ende mit 27:3 hochverdient.

 

Um auf dem Rückweg nicht mit 85.000 Menschen in die gleiche U-Bahn zu strömen hatten wir eine super Idee und gingen zur Station einer 3 km entfernten Linie – die dann aber auch knackevoll mit Fans war, die deutlich näher am Stadion eine Station zuvor eingestiegen waren. Nun ja, wir hatten nach dem langen Sitzen aber auch nicht wirklich etwas gegen die Bewegung….

Am Ende des Tages hatten wir in Summe diesmal mehr als 16 km zu Fuß zurück gelegt – muss ich das mit den neuen Schuhen (Stoff. Bei Regen!) noch erwähnen? ok, die Blase vom Vortag hatte sich vergrößert und am anderen Fuß hatte ich nun auch noch eine….

 

Und hier die Strecken in London. Auf das Bild klicken um die Strecken in Google Maps zu öffnen…

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