Surfin’ U.S.A.

August 23rd, 2016

Montag, 22. August

“If everybody had an ocean
Across the U. S. A.
Then everybody’d be surfin’
Like Californi-a”

Wenn das mal alles so einfach wäre, wie die Beach Boys es da beschreien….. Doch fangen wir von vorne an.

Letzter Tag des Urlaubs, ich bin im Südwesten Oregons und es sind Temparaturen bis in die 90er angekündigt (30 – 35 Grad) bei leichtem Wind. Also – nix wie an die Küste, ein wenig relaxen. Oder noch besser – ein wenig südwärts fahren nach Californi-a und mit Eureka die Verbindung zu meinem letzten großen USA-Aufenthalt in 2002 schließen, wo Eureka der nördlichste Punkt der Rundreise war.

Doch Pustekuchen – an der Küste waren es nur noch knackige 15 Grad – und die Wolken drückten vom Meer her gegen die Küste. Nicht weit – nur 50 – 100 Meter, dahinter war strahlend blauer Himmel – aber von der Küste gab es außer Wolken gar nichts zu sehen:

image image…immerhin konnte man bei genauem hinsehen an der Küste 2mal kurz Wasser erkennen (auf dem ersten Bild sind Wellen, auf dem zweiten sieht man Felsen im Wasser)

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Also wieder zurück durch die Redwoods – bekomme ich jetzt meinen Patch “Redwood Originals”?

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…vorbei an der gelbsten Stadt der Welt….

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Noch schnell ein Bild von meinem “Arbeitsplatz” der letzten 2 Wochen….

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…und einen letzten Sonnenuntergang (für dieses Mal) in den Staaten geniessen.

imageMorgen geht es wieder in den Flieger und zurück in die Heimat….

Running up that hill….. (Blast Zone)

August 22nd, 2016

Sonntag, 21. August

auf meinem Weg zum heutigen Ziel kam ich erneut sehr dicht am Mount Rainier vorbei – irgend jemand muss den sehr mögen, denn rund herum gibt es viele ausgeschilderte View Points…

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…mein Ziel lag aber heute dahinter und ist fast 2000 Meter kleiner:

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…der Krater des 1980 explodierten Mount St. Helens. Nach einer Serie von Erdbeben rutschte am 18. May 1980 der gesamte Nordhang, inklusive des oberen 400 Meter Gletschers ab, nach wenigen Minuten gefolgt von einer Explosion als der Druck aus dem Inneren plötzlich nicht mehr von den Gesteinsschichten zurückgehalten wurde. Ein Fotograf nahm das ganze mehr zufällig auf, bevor er vor der herannahenden Aschewolke um sein Leben rannte und fuhr….

imageimageDie Vegetation beginnt sich langsam zu erholen – wobei einige Gegenden durch Zufall einen Vorsprung haben. Durch den kalten Winter waren große Bereiche von Schnee und Eisbedeckt, so dass die Aschewolke und die Explosion nicht alles zerfetzte – nach der Schneeschmelze konnten diese Gebiete, wie der nachfolgende See – sich schneller erholen.

image imageAndere Gebiete, wie der Spirit Lake, änderten sich grundlegend. Der Spirit Lake war vor der Explosion ein beliebtes Ausflugsziel mit vielen Camping und Unterhaltungsangeboten. Bei der Explosion rutschte der Hauptteil des Nordhanges in diesen See, hob damit den Wasserspiegel um mehr als 60 Meter an und begrub alles am vorherigen Ufer dauerhaft unter sich. Da hier auch die Hauptlast der Asche und des Lavaauswurfs herunter kamen, war der See nach dem Ausbruch biologisch tot – erholte sich jedoch auf unerklärliche Weise nach nur 3 Jahren ohne fremde Hilfe wieder.
In dem See gibt es riesige Felder an Treibholz jener Bäume, die die Explosion von den umliegenden Hängen gerissen hat….

image imageVon den Seitenhängen des Mount St. Helens kann man neben dem Mount Rainier 2 weitere derzeit passive Vulkankegel der Kaskadenkette erkennen – den Mount Adams und den Mount Hood, nachfolgend mit ihren vulkanischen Vergangenheiten und der Zukunftsprognose aufgelistet:

image image image image image imageDie beste Sicht in den Krater und die Slide-Area bekommt man, wenn man von der Windy Ridge die 368 Stufen zu einem (zugigen) Aussichtskamm hoch klettert….

imageAn dem Hügelkamm hinter dem Spirit Lake kann man sehr gut sehen, wie weit sich die Geröll-Lawine von links kommend den Hang hoch geschoben hatte, denn bis dahin wurde sämtliche Vegetation vernichtet und mit dem Mutterboden in den See herunter gerissen.image

Die Fläche links davon ist die Slide-Area, wo auch in folgenden Ausbrüchen Lavaströme und Lava-Eis-Mischungen sich Richtung See schoben. Direkt vor dem Hügelkamm sieht man eine Reihe von kleineren Hügeln – das sind die Reste der abgesprengten Bergkuppel, die dort eingeschlagen sind.

image imageInteressant auch der Bergkamm im Vordergrund – seine Nordseite konnte von der Explosion nicht erreicht werden, weshalb hier die Vegetation nicht weggerissen, sondern nur von der Asche begraben wurde – diese Nordhänge haben sich inzwischen regeneriert und sind daher wieder komplett bewachsen.

image…jetzt aber nichts wie raus aus den doch recht starken Winden hier oben und all die Stufen zurück zum Auto….

image imageAus der Entfernung noch ein letzter Blick aus südlicher Richtung auf den Krater – man kann sich gut vorstellen, wie er mit der vorherigen Bergkuppe ausgesehen haben muss….

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Auf dem Weg aus den Bergen ein kleines Foto einer typischen Straße in einer amerikanischen Kleinstadt – man achte auf die Beflaggung. Ich versuche gar nicht erst mir auszumalen, was eine vergleichbare Beflaggung in Deutschland auslösen würde… 😀

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Bei meiner Suche nach einem Übernachtungsziel sah ich dann in der Karte einen Hinweis auf die Multnomah Falls – hey, nix wie hin.

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Nicht auf großen Tafeln verzeichnet – und daher von fast allen übersehen – liegen daneben die noch viel schöneren Wahkeena Falls. Was am Anfang langweilig aussieht…

image image…kommt nach ein wenig Kletterei viel eindrucksvoller daher:

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Auf dem Weg in die untergehende Sonne noch ein kleiner Blick auf den Columbia River, der mich schon bei meinem Start in Richtung Yellowstone Nationalpark begleitet und dessen Ursprünge in Kanada liegen, der über 480 Kilometer die Grenze zwischen Oregon und Washington bildet. Zusammen mit seinem Nebenfluss, dem Snake River, haben mich beide quer durch Idaho und Montana begleitet und liefen einem ständig über den Weg….

image imageDer Columbia River ist einer der wasserreichsten Flüsse Nordamerikas…

Props and Ponies

August 21st, 2016

Samstag, 20. August

Von dieser Veranstaltung hatte ich durch Zufall im Radio gehört – ein kleines Flugzeugmuseum in Burlington, gegründet unter anderem von einem der Apollo-8-Astronauten, führte ausgerechnet an diesem Samstag eine Show von Mustang P51 Jagdflugzeugen und eine Ausstellung von über 100 Ford Mustang durch.

Neben der Chance, mit einem Astronauten (Bill Anders) kurz zu plauschen, gab es eine Menge zu sehen. Schon auf dem Parkplatz wurde ich von 2 P-51 gefolgt von einer japanischen Zero (Nachbau) überflogen.

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Im Museum und auf dem Flugfeld dann jede Menge (flugtaugliche!) Prachtstücke…

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…und daneben dann Mustangs, aufgereiht und auf hochglanz poliert – aus allen Baureihen!!

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ebenso wie Militärfahrzeuge

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…und neben dem Nachbau der Zero noch eine russische Mig 21 und ein BHubschrauber, den viele noch aus der Fernsehserie MASH kennen könnten – winzig, wenn man daneben steht!

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Dazu dann typisch amerikanisches BBQ. Und als ich mich dann wieder auf den Weg macvhe, steht direkt neben meinem Wagen ein Firebird in Top Zustand geparkt!

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Weiter ging es nach Süden, erneut durch das Columbia-Basin, das ich schon vor gefühlt Wochen von Ost nach West durchquert hatte, diesmal von Nord nach Süd. Vorbei an der Kleinstadt Leavenworth, dass sich selbst als “typisch bayrischer Ort” bezeichnet. Inklusive Maifest, Oktoberfest, Christkindlmarkt, Akkordeonwettbewerb etc. pp. – es kommt einem arg komisch vor, diese Mischung aus amerikanisch und bayrisch hier zu sehen….

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Hier noch einmal ein Blick in das Columbia-Basin, kurz bevor ich es verlasse…

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Don’t go chasing waterfalls

August 21st, 2016

Freitag, 19. August

Nach einem Tag wie gestern zurück auf den Boden kommen…..

Für Samstag hatte ich seit Mittwoch einen Plan, denn ich hatte in einer Radiowerbung von einem Ereignis gehört, wo ich hin wollte. Also warum nicht schon mal in die Gegend, den Norden von Washington fahren?

Hier läuft ein kleiner Bruder des Mount Rainier frei herum – aber währen der Mount Rainier alles um ihn herum um 1000 Meter überragt und daher ständig schreit “sieh mich an, hier bin ich! Fotografiere mich!” ist der Mount Baker mehr ein schüchterner Vertreter seiner Art, der sich ständig hinter seinen ebenfalls nicht kleinen Kumpanen der North Cascades versteckt und nur selten mal als kleine Eiskappe zu sehen ist.

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Aber mein Ziel waren diesmal weniger die eisigen Gipfel, als die Wasserfälle der Umgebung. Da es jedoch in den letzten Jahren einige tödliche Unfälle gegeben hat, waren nur noch wenige erreichbar, der Rest wurde abgesperrt.

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…und irgendwann war ich dann doch wieder so weit oben, dass ich eigentlich einen Zugangspass hätte kaufen müssen doch wieder den Gletscher sehen konnte, jedoch von seiner nicht so vereisten Rückseite…

image image…dachte ich zumindest. Doch es war in Wirklichkeit der Mount Shuksan – der Mount Baker hatte sich wieder einmal versteckt…..

Go Hawks!

August 21st, 2016

Donnerstag, 18. August – Teil 2

Für den Abend war Spezialprogramm angesagt. Noch bevor ich mein Flugticket hatte, hatte ich bereits Karten für das Pre-Season Spiel der Seattle Seahawks gegen die Minnesota Vikings gebucht. Was für ein Traum – bei meinem Lieblings-NFL-Team im lautesten Stadion der Welt!

Aber erstmal galt es, eine andere Hürde zu überwinden: Wie hin kommen?! Der Sounder – ein Sonderzug, der an Spieltagen fährt – wurde zum Pre-Season Spiel nicht eingesetzt. Und mit öffentlichen Verkehrsmitteln ohne gute Ortskenntnis Nachts zurück? Lieber nicht.

Also mit dem Auto hin – und Parkplatz suchen. Nicht am Stadion (Parkplatz kostet da 60 Dollar und mehr) sondern in Laufweite (2 km) – und wo sonst die Parkzeit mit 1 – 2 Dollar je Stunde berechnet wird, kostete es wegen “Event” immer noch 30 Dollar……

Dann aber los – dier Straßen waren bereits übervoll mit Fans in Hawk-Shirts. Ganz im ernst – ich fiel auf, weil ich als einziger KEIN Hawk-Jersey hatte…..

Vor dem Stadion dann eine Gruppe von Predigern mit Megafon, die die gesamte Zeit bis zum Spiel auf die Menschen einredeten, sich zu Jesus zu bekennen und ihre Sünden zu bereuen – wenn man in das Bild rein zoomt, erkennt man die Schilder. Die Jungs waren recht aggressiv, da wollte ich nicht zu dicht ran mit Foto…

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Das Safeco-Field – auf der Stahlkonstruktion oben ist eine gigantische Laufkatze installiert, die das gesamte Dach seitwärts nach links vom Stadion schieben kann (über die angrenzenden Bahngleise) – aktuell ist das Dach offen…

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nun aber rein ins Stadion – durch Sicherheitskontrollen wie am Flughafen!

Im Stadion dann in den Fan-Shop – doch genau wie bei den Shops in der Stadt kostet ein Jersey ab 100 Dollar aufwärts, die, wo die Nummer aufgestickt statt gebügelt ist, 150 Dollar aufwärts. Also habe ich mir nur eine Cap im Wert von 30 Dollar gegönnt…..

Im Stadion dann großzügig angelegte Verkaufsflächen für Essen und Getränke – zu echten Stadionpreisen. Cola 6 Dollar, Corn Dog, Hot Dog, etc. 6 – 9 Dollar, mit Fritten auch schnell mehr. Dafür überall in den Hallen Anzeigetafeln, damit man beim Einkauf während des Spiels nichts verpasst…

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Blick von meinem Platz (Block 333, Reihe K, Sitz 23) durch das Stadion. Man achte darauf, wie offen das Feld in Richtung Innenstadt ist – da gibt es nur das Hawks Nest mit einer großen Anzeigetafel drüber.

Interessant auch: Die Dachkonstruktion wurde so gebaut, dass bei Regen nur die Bank und die Trainer des gegnerischen Teams nass werden, während das Heimteam im trockenen sitzt und steht!

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Bereits beim Auflaufen der Hawks zum aufwärmen werden sie von den Fans stürmisch begrüßt. Man achte auf die Ordnung beim Stretching, schick auf den 5-Yard-Linien verteilt….

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Der Einlauf zum Spiel dann mit den SeaGals (Cheerleader der Hawks) im Spalier – vorweg Taima, der 9-jährige Habicht, welcher jedes Heimspiel mit einem Flug aus dem Spielertunnel ins Zentrum des Spielfeldes eröffnet, danach die Stars in Einzelvorstellung und schließlich der Rest der Spieler.

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In der Halbzeitpause dann Unterhaltung durch die Hupfdohlen – äh – Cheerleader, diesmal inklusive der Nachwuchscheerleader….

image image imageZum Spiel selbst:

Das Stadion war nur etwa zu zweidrittel gefüllt, aber immer, wenn das gegnerische Team einen Spielzug startete, wurde ein Lärm gemacht, dass die Mühe hatten, ihren Count zu verstehen – und zweimal kam es dadurch auch zu Fehlstarts.

Beide Teams hatten Mühe ins Spiel zu kommen, die Offense der Hawks war so schlecht, dass Starquarterback Russell Wilson im ersten Vierte 4mal(!) gesackt wurde. Er bekam dadurch nur sein Laufspiel aufgezogen aber kein Passspiel – und musste meist nach 3 Versuchen wieder vom Feld. Im zweiten Viertel kam dann die Nummer 3 der Quarterbacks, Jake Heaps – und brachte gar nichts zu stande. Da auch die Defense noch nicht richtig griff, kamen die Vikings ein ums andere Mal mit Kurzpass-Spiel durch und holten sich einen Touchdown mit 2-Point-Conversion und ein Fieldgoal, so ging es dann mit 11:0 in die Halbzeit.

Im dritten Viertel kam dann die Nummer 2 der Quarterbacks, Trevone Boykin – und der fand mit Running Back Troymaine Pope einen idealen Partner fürs Laufspiel, bei dem Pope mehrfach bis zu 3 Blocks durchbrach – das erinnerte stark an Beastmode! Ebenso konnte Boykin einem Sack mit viel Bewegung entgehen und trug danach selbst noch das Ei zum nächsten First Down!

Mit diesem Schwung schafften die Hawks ebenfalls ihren ersten Touchdown – und mussten nun auch zur 2-Point-Conversion antreten, um den Vorsprung der Vikings auf ein Fieldgoal zu reduzieren. Bei diesem Spielzug täuschte Boykin eine Übergabe an und lief dann selbst, sprang Richtung Endzone, bekam in der Luft noch den Check, aber er hielt den Ball so weit gestreckt vor sich, dass er noch in der Luft, seitlich außerhalb des Feldes, die Linie zur Endzone überquerte!!!http://www.nfl.com/videos/nfl-game-highlights/0ap3000000687417/Trevone-Boykin-jumps-into-the-end-zone-for-the-2-point-conversion

WHAT A GAME!

Im weiteren Verlauf gelang Kicker Steven Hauschka noch ein Fieldgoal aus ca. 48 Yards und die Vikings vergaben ein Fieldgoal – so dass die Hawks das Angriffsrecht während der letzten 2 Minuten hatten, beim Stand von 11:11. Boykin versuchte alles, musste dann aber wegen zu hohem Risiko eine Interception hinnehmen, die auch noch zu einem gegnerischen Touchdown führte (Pick-Six). Trotzdem gaben die Hawks nicht auch und kamen in der verbleibenden Minute noch einmal dicht an die Endzone, es gelangen aber keine weiteren Punkte und das Spiel ging 18:11 verloren.

Und trotzdem – auf dem Weg aus dem Stadion pushten sich die Fans hoch und mang ging halbwegs gut gelaunt aus dem Stadion (in dem übrigens Heim- und Auswärtsfans nicht voneinander getrennt sitzen. 3 Reihen vor mir war ein Vikings Fan, der immer im “falschen” Moment jubelte…..

Let’s get it up……

August 21st, 2016

Donnerstag, 18. August – Teil 1

Nach dem abgesagten Whale Watching fiel mir letzte Nacht wieder eine Empfehlung ein – schnell noch Nachts gebucht, und damit Stand der Plan für heute Vormittag:

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…doch zuerst musste ich noch knapp 2 Stunden totschlagen – also ein kleiner Stadtspaziergang in Seattle vom Lake Union aus – inklusive Bilck auf die Space Needle, dem Wahrzeichen Seattles. Interessant auch der Trend in Amerika zu mehr Radwegen – das kannte ich so noch gar nicht!

image image image image image…dachte ich bisher, San Francisco sei mit seinen steilen Bergen in der Stadt etwas besonderes – Seattle kennt das auch. Nur teilweise noch extremer und häufiger….

Jetzt aber ab in den Wasserflieger und Start vom Lake Union zu einem halbstündigen Rundflug über Seattle..

image image imageDie folgende Brücke über den Lake Washington ist schwimmend auf Pontons gelagert, weil der Untergrund zu schlammig und instabil ist…

image image imageBlick auf Redmond mit dem bekannten größten Arbeitgeber der Region neben Boeing und auf die Innenstadt.

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…die Uni von Seattle soll den schönsten Campus haben (hah, die waren wohl noch nie in Paderborn…)

image image imageDer Puget Sound und der Seattle Beach (ja, einige Optimisten wollten hier tatsächlich so etwas wie nen Strand aufziehen)

image image image image image image imageDas CenturyLink Field, Heimat der Seattle Seahawks (Football) und daneben das Safeco Field, Heimat der Seattle Mariners (Baseball)

image image imageDie Innenstadt von Seattle und ganz rechts hinten noch einmal das CenturyLink Field – man achte darauf, wie offen und gespalten das Stadion aussieht…

imageDie Space Needle noch einmal aus ungewohnter Position fotografiert und noch einmal die Innenstadt, während dem Landeanflug auf den Lake Union.

image image…einfach geniale halbe Stunde. Jeden Cent wert!

Als Belohnung gab es bei KFC 3 Hühnerbruststreifen mit – im ernst und lecker – Mashed Potatoes with Gravy, also Kartoffelpüree mit dunkler Soße…..

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Smoke on the water……

August 18th, 2016

Mittwoch, 17. August

Der Mittwoch startet kühl und die Berge sind in Wolken gehüllt – gut, dass ich den Mount Rainier hinter mir habe, heute war Meer angesagt.

Auf dem Weg zum Pazifik – und da liegen einige fette Berge zwischen Seattle und dem Pazifik – kam ein neuer Plan auf:

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Also – auf nach Port Angeles, nicht zu verwechseln mit dem geringfügig größeren Los Angeles. Port Angeles liegt an der Juan-de-Fuca-Straße, dem Eingang zum Puget Sound. Auf dem ersten Bild sieht man undeutlich im Hintergrund Berge, die zu Victoria in Kanada gehören. Wer auf dem zweiten Bild genau hinsieht, kann auch sehen, dass da keine Wolke ist, sondern der Mount Baker – 4000 Fuß kleiner als der Mount Rainier…. Auf dem dritten Bild sieht man den Public Beach von Port Angeles – kein Scherz, so ist er ausgeschildert…..

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…dann aber der Abturner des Tages: Kein Whale Watching – abgesagt wegen tiefen Nebels vor der Küste. WHAT? Ich seh keinen Nebel….

Enttäuscht fahre ich weiter, dem alten Plan folgend – Kurs Pazifik. Dann die Überraschung – je dichter ich zum Pazifik kam, um so mehr Nebel hing über dem Wasser! An Land alles gut – nur über dem Wasser nix zu sehen. Ich habe das mal nicht fotografiert – Bilder von Nebel sind irgendwie….. vernebelt und grau in grau….

Also Kurs Süden. Die Pazifikküste ist im Norden anders, als man sich Küsten vorstellt. Die vulkanischen Gebirge ziehen sich dicht bewaldet und steil abfallend bis ans Meer. Es findet sich kaum ein Blick von der Straße aufs Meer – also weiter fahren, bis endlich mal ein Beach ausgeschildert ist. Aber auch hier: Steiler Abstieg zum Wasser, der Strand ist voller grober Steine und Treibholz.

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Das Treibholz ist überwiegend aus den umliegenden Regenwäldern (ja, wirklich – das Stand da auf jedem zweiten Schild), herabgewaschen bei Gletscherabrissen.

Aber – ein paar dutzend Meilen weiter, fand sich auch Strand, wie man ihn sich vorstellt. Lediglich das Wasser ist saukalt, da der Meeresboden sehr schnell und steil abfällt und so die Sonne das Wasser nicht gut aufheizen kann.

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Aus Frust darüber, dass ich Whale Watching wieder nur im Freibad Osnabrück machen kann, gönnte ich mir heute Abend einen Whopperrito – ein Burrito mit Whopper-Zeugs gefüllt. Lecker!

Jetzt erstmal auf Morgen einstimmen:

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…auch wenn Marshawn nicht mehr antreten wird….

I’m walkin’, yes indeed,…..

August 17th, 2016

Dienstag, 16. August

Kontrastprogramm. Nach einer Nacht in einer teuren aber schönen Lodge, startete ich früh gen neuem Ziel. Kaum eine Meile später musste ich kurz anhalten, denn ein ausgewachsener Schwarzbär kreuzte meinen Weg…. Ich war ehrlich gesagt zu überrascht um schnell ein Foto zu machen – und irgendwie auch froh, dass er sich recht schnell trollte….

Trotzdem ein passender Start in den Tag – der leider diesig und kühl (unter 17 Grad) startete. Doch schon nach 10 Meilen riss die tiefhängende Wolkendecke auf und mit rund 22 Grad perfektes Wetter zum hiken.

Kurz nach der Zufahrt in den Mount Rainier Nationalpark pickte ich mir den ersten Trail in Richtung Narada Falls, denn noch hatte ich den Park beinahe für mich alleine.

Durch ein grobsteiniges Gletscherbett ging es über eine Holzstammbrücke in den Wald…

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…bis hin zu den Wasserfällen mit wunderbarem Regenbogen-Effekt.

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Fun fact: Bei dem großen Wasserfall-Bild sieht man links oben eine Mauer – dahinter liegt der Parkplatz, wenn man der Straße gefolgt wäre statt den schönen 4-Meilen-Trail zu erklettern…. Fun fact 2: Mein Auto stand ja noch am Startpunkt, ich durfte also auch 4 Meilen wieder zurück laufen….

Und auf dem Weg zurück dann eine Begegnung, die man so nicht haben kann, wenn Amerikaner durch den Wald lärmen: Ein Reh mit Kitz kam bis auf Armlänge an mich heran, da ich zurück gegen den Wind lief…

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Nachdem wir uns 3 Minuten bewegungslos gegenüber standen, beschlossen die beiden dann doch den Weg nicht mit mir zu teilen und schlugen sich in die Büsche….

Weiter ging es bergauf zu dem beeindruckenden Gletscher des temporär erloschenen Vulkans, der mit 4392 Metern aus dem gesamten Umland extrem heraus sticht. Er bietet die größte zusammenhängende Gletscherfläche Nordamerikas außerhalb von Alaska. Hier ein paar Impressionen.

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Der Weg danach in die Stau geplagte Metropolregion um Seattle ist ein echter Kulturschock. Ich habe mich jetzt erstmal in Everett in einem Motel eingemietet und lege die müden Beine hoch. Heute nur noch Fernsehen, mehr geht nicht mehr….

Puget Sound – finally!

August 16th, 2016

Montag, 15.08.2016

Von Spokane aus führte mich mein weiterer Weg quer durch das Columbia Basin – ein teilweise unwirklicher Ort. Abgesehen davon, dass es scheinbar die “Kartoffelkammer” der USA ist – mit viel extra Bewässerung, denn der Boden ist eigentlich viel zu trocken – fuhr ich für ca. 50 Kilometer auf einer leicht abschüssigen Straße ohne jeden Horizont. Die Welt schien jeweils nach maximal 2 Kilometern zu enden. Keine Hügel dahinter, nichts…..

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Erst nach besagten 50 Kilometern gab es endlich wieder einen ordentlichen Horizont. Und was für einen! Der Columbia River liefert einen tiefen Einschnitt im Basin.

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Abseits davon kleine Orte im “typischen” amerikanischen Stil.

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..ach ja, mein Nissan Sentra, mit dem ich all die hunderte von Meilen abreisse, sollte ja auch mal auf ein Bild….

How ever, mein Ziel heute war ein anderes – und diesmal nach nur 300 Meilen erreicht. Je nehe ich kam, um so mehr freute ich mich darauf, hatte nahezu Pipi in den Augen vor Erwartung der “Big Boys”. Auf den Schildern tauchten Namen wie Kitsap und Bremerton auf, und da waren sie endlich – bisher nur auf Google Maps bestaunt, jetzt endlich in live:

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…und nach illegalem Einbiegen in einen Navy Parkplatz dann von so nahe, dass ich sie beinahe anfassen konnte…

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Ich LIEBE Flugzeugträger. In der Werft von Bremerton lagen aktuell 4 der dicken Jungs, 2 zum abwracken (CV 62 Independence und CV 63 Kitty Hawk) sowie die CVN 68 Nimitz (The Final Countdown) und die CVN 74 John C. Stennis. Dichter kommt man als Zivilist an keines der Schiffe ran….

Oh – noch eine Kleinigkeit, die mir einer der Werftarbeiter erzählte als ich mit ihm ins Gespräch kam (er wunderte sich, warum ich die Schiffe fotografierte, obwohl ich doch scheinbar zur Navy gehörte – ich stand ja auf nem Navy-Parkplatz…) – In Norfolk wird gerade die CVN 65 – USS Enterprise ausser Betrieb genommen – und nun ratet, wie die neue CVN 80 heissen wird, deren Kiellegung 2018 erfolgen soll? Richtig! USS Enterprise. Einer der wenigen Namen, die wieder und wieder verwendet werden. Vermutlich so lange, bis das CVN durch ein schickeres NCC 1701 ersetzt wird… 😉

 

Go West! (this time for real)

August 15th, 2016

Sonntag, 14. August

35 Grad, Spokane, die Frisur sitzt….

Heute war Brückentag. Auf dem Weg zurück in den grünen Westen gab es nicht viel zu sehen, nur Strecke machen. Und beten für den nächsten Exit von der Interstate, weil die Blase für 40 Meilen drückt….

 

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Kurze Verwirrung. Belgrad? Amsterdam?? War ich schon sooo weit ostwärts gefahren?!